8. Dezember 2021

Unser Garten lebt

Eines sei vorab gesagt: wir haben definitiv keinen grünen Daumen! Unser Garten muss robust sein, das heißt alle Blumen und Pflanzen müssen unseren nicht vorhanden grünen Daumen überleben. Dann sind sie für uns geeignet.

Seit 6 Jahren wohnen wir nun auf dem Dorf. Unser Garten war wüst. Und wir kannten uns nicht aus. Mit Hilfe aus der Familie lernten wir viel dazu. Genau genommen tun wir das immer noch. Wir haben umgegraben, gepflanzt, gezupft, beschnitten, neu gesäät und angepflanzt. Wir haben geschwitzt, hatten schwarze Fingernägel, Schürfwunden und sämtliche Muskeln taten uns weh.

Mittlerweile ist unser Garten zu unserer kleinen Oase geworden. Dennoch wird hier weiter gewerkelt, verändert, gearbeitet und geschwitzt. Denn so richtig fertig wird unser Garten wohl nie!

Vor zwei Tagen ist uns aber eines bewusst geworden – unser Garten lebt!

Und damit meine ich nicht, uns oder unsere Kinder die sich hier tagein tagaus austoben, spielen, lachen und Spaß haben. Nein, ich meine unsere kleinen Gartenbewohner.

Denn davon haben wir mittlerweile einige.

Ameisen: jeder kennt sie, jeder hat sie. Meist sind sie eher leidige Gartenbewohner. Doch hat man Kinder, die eine Ameisenstraße so fazinierend finden, dass man sie stundenlang beobachtet, kann man schon so etwas wie Sympathie für die kleinen Tierchen empfinden.

Käfer: haben wir in Hülle und Fülle und viele verschiedene Arten.

Regenwürmer: lang und dick sind sie. Sie winden sich und manchmal krabbeln sie einem sogar in den Pulloverärmel…

Schnecken: sind hier immer wieder ein Highlight. Ist sie groß oder klein?! Welche Farbe hat das Haus? Ist das Haus noch bewohnt?

Bienen: es werden extra Bienenfreundliche Blumen gepflanzt.

Schmetterlinge: nicht nur an die Bienen haben wir gedacht, auch Schmetterlinge finden ihren Sonnenplatz in unserem Garten.

Spatzen: sie brühten auf der Terrassenseite, direkt unter den Dachpfannen. Jahr für Jahr beobachten wir ihr Tun, während wir auf der Terrasse sitzen.

Teichmolche: Vier Stück bewohnen unseren Teich. Es sind zwei Pärchen. Nachwuchs ist auch sicher hier zu erwarten.

Maus: wir haben tatsächlich eine kleine Gartenmaus die uns gerne in den Abendstunden einen Besuch auf der Terrasse abstattet. Und sie lässt sich noch nicht mal dabei stören, wenn wir noch draußen sitzen und den lauen Sommerabend genießen.

Igel: auch ein wohlgenährter Igel kommt uns gerne mal in den Abendstunden besuchen.

Tauben: all die Jahre haben wir immer ein bis zwei Taubenpärchen. Nun sind Tauben sicherlich nicht die Wunschvögel die man in seinem Garten haben möchte. Doch dieses Jahr haben sie zum ersten mal in einem Baum in unserem Garten ein Nest gebaut. Hätten wir es vielleicht früher entdeckt, hätten wir sicherlich noch etwas unternehmen können um sie an ihrem Bau zu hindern. Doch nun war die Taube schon am brüten. Da haben wir es einfach nicht übers Herz gebracht, sie zu verscheuchen. Umso mehr freuen wir uns seit einigen Tagen über zwei Taubenjunge. Unser Großer hat ihnen die Namen „Lilli“ und „Füchschen“ gegeben. Tagtäglich beobachten wir sie und sind ganz gespannt, wann sie ihr Nest verlassen werden.

Sicherlich sind es sogar noch mehr Tierchen, die wir nur noch nicht entdeckt haben.

Uns macht es Stolz, zu sehen, wie Blumen und Pflanzen gedeihen (trotz des nicht vorhandenen grünen Daumen) und sich unsere kleinen und großen Gartenbewohner bei uns wohlfühlen. Vielleicht haben wir ja doch einen etwas grünen Daumen, der sich nur noch nicht gefärbt hat, denn komplett falsch kann das was wir machen ja nicht sein.

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